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VEREINSGESCHICHTE
| 1. Periode 1889 - 1906 |
Aus dem Original – Protokollbuch, das den Zeitraum vom
2.3.1890 bis 17.9.1951 umfasst, geht hervor, dass der Verein
bereits 1889 als "Verschönerungsverein Furth"
gegründet wurde. Der erste Obmann war Oberlehrer Alexander
Schreiber, sein Stellvertreter Viktor Sterneder.
Als Hauptzweck wurde bereits in der 1. Vollversammlung am 2.3.1890,
das anlegen eines Verbindungsweges von Furth nach Aigen durch die
sogenannte "Au" sowie der Beschluss zum anlegen eines Bades (13 x 5
m) getroffen, das jedoch erst nach 11 Jahren verwirklicht werden
konnte.
Die Hauptaktivitäten in den ersten Jahren waren das Anlegen des "Verschönerungsweges"
(Furth – Klein Wien), des "Prälatensteiges"(Panholz –
Göttweig), eines Promenadenweges am Fuße des Fucha –
Berges und eine Verbindung von Aigen nach Steinaweg
(rechtes Fladnitzufer). Die Verschönerung der öffentlichen Plätze
und Aufstellung sowie Pflege von Bänken konnte von den 35 aktiven
Mitgliedern, die der Verein 1891 bereits zählte, ebenfalls
bewerkstelligt werden.
Im Jahre 1892 wurde auf dem "Weißenberg" (Ausläufer
Göttweiger Berg Richtung Steinaweg) eine schon längst verschwundene
Aussichtswarte – "Adalbert-Warte" erbaut.
Am 28.6.1901 konnte das erste Furthner Bad (Rechte
Bachzeile – Häuser der Fam. Bruckner und Keusch) eröffnet werden,
welches vom Verschönerungsverein gebaut (Kosten 2.707 Kronen -
Kredit Raiffeisenkasse Furth) und bis 1929 betrieben wurde.
Die Errichtung eines Kinderspielplatzes am Rathausplatz
(Standort Pranger) wurde 1902 beschlossen und ausgeführt. Im
Jahr 1903 wurde der Beschluss gefasst, dem Landesverband für
Fremdenverkehr in Niederösterreich beizutreten.
Mit dem 23. Mai 1906 enden die Aufzeichnungen im
Protokollbuch, hier ist noch von vielfältigen Aktivitäten und dem
Badebetrieb die Rede, eine Fortsetzung der aufgezeichneten
Vereinsaktivitäten gibt es erst nach dem Ende der Nachkriegswirren
im Jahr 1925, der Badebetrieb aber auch die sonstigen Tätigkeiten
wurden jedoch in den folgenden Jahren aufrechterhalten. |
| 2. Periode 1925 - 1939 |
In einer Versammlung am 1. Mai 1925 wurde eine Neugründung
beschlossen, als Obmann wurde Leopold Amsüss, als
Stellvertreter Friedrich Dorner gewählt. Neben der Badeanstalt mit
dem dazugehörigen Grundbesitz betrug das Vermögen des
Vereines 2.209.600,- Kronen, dies entsprach 220,-
Schilling. Im selben Jahr wurde die Errichtung eines
Kriegerdenkmales auf dem Göttweiger Berg beschlossen und auch
ausgeführt.
Der Bau eines neuen Bades - 20 x 8 m (Rechte Bachzeile –
Häuser der Fam. Rohrbacher und Messerer), den der Gemeinderat
1929 beschloss und mit einer Förderung von S 20.000;-
unterstützte, wurde vom Verschönerungsverein übernommen. Die
Eröffnung fand am 25.8.1929 statt, der Betrieb wurde
wieder vom Verein übernommen und brachte diesen in Folge in
erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, die erst 1938 nach der
Übernahme der Schulden aus der Errichtung des Bades durch die
Gemeinde, behoben wurden.
Mit einem Kathrinikränzchen, welches 1937 (Gasthaus
der Winzergenossenschaft) erstmalig abgehalten wurde, bemühte man
sich zum geselligen Leben in Furth beizutragen. Verschmutztes Wasser
der Fladnitz (Kohlebergbau Statzendorf und Steinbruchbetrieb
Meidling) beeinträchtigten 1938 den Badebetrieb erheblich.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde der
Verein in "Fremdenverkehrsverein Krems – Furth", später in
"Verschönerungsverein Krems – Furth" umbenannt und in der
Vollversammlung vom 6.6.1939 wurde der Verein auf Grund eines
Schreibens des "Stillhaltekommissärs" aufgelöst. Der Obmann Matthias
Pernauer wurde als Vertreter von Krems-Furth zum Beirat des
Fremendverkehrsverbandes der Gauhauptstadt Krems ernannt. Damit
enden die Aufzeichnungen des VV-Furth im Protokollbuch in dem Jahr,
in dem das 50-jährige Vereinsjubiläum gefeiert hätte werden können,
drei Monate später begann der 2. Weltkrieg. |
| 3. Periode 1951 - 1985 |
Über Anregung des Furthner Friseurmeisters Leopold Karglmayer
fand am 19.7.1951 eine "Proponentenversammlung" zur Gründung des
"Verschönerungsvereines Furth und Umgebung" statt, in der das
künftige Programm, die Aufgaben und Ziele beraten wurden. Die
Gründungsversammlung fand dann am 19.8.1951 statt, als Obmann
wurde der VS Dir. i. R. Josef Priesner, als Stellvertreter
Leopold Kargelmayer gewählt.
Als wichtigste Tätigkeiten wurden die Instandsetzung der im
ehemaligen Arbeitsbereich des VVF gelegenen Wege und Plätze sowie
die Fladnitzufer im Ortsbereich und die Betreuung des
Kriegerdenkmales angesehen. Auch die Schüler der Volksschule
beteiligten sich aktiv an den Vereinstätigkeiten. Die Renovierung
der Johannesstatue bei der Fladnitzbrücke wurde 1952
in Angriff genommen.
Mit dem Weinlesefest, dass 1953 zum ersten Mal
stattfand (großer Winzerumzug mit anschließender Tanzveranstaltung),
wurde das gesellige Leben in Furth gefördert. Ab 1954 kamen
ein Schrammelkonzert und die Aufstellung von Christbäumen mit einem
gemütlichen Abend hinzu.
Seit 1955 hat der Verein sein Arbeitsgebiet auch auf die
Gemeinde Palt ausgedehnt, es konnten 46 Mitglieder geworben
werden, sodass in diesem Jahr der Verein 219 Mitglieder zählte.
Mit dem 1. Furthner Kirtag im Jahr 1956 und dem
"Dirndlball" ab 1967 – 1970, das "Turmblasen" zum
Jahreswechsel wurden immer wieder Akzente im Veranstaltungsbereich
gesetzt, die von der Bevölkerung gerne angenommen wurden.
Der mit der Auflösung des Vereines und in den Wirren des 2.
Weltkrieges eingestellte Badebetrieb, wurde nach der
Vereinsneugründung 1951 nicht mehr aufgenommen, neben der fehlenden
finanziellen Basis des Vereines waren auch in der Gemeinde andere
Prioritäten gefragt, sodass das Badegrundstück 1968 gegen
eine Grundfläche zwischen Rechter Bachzeile und Fladnitz getauscht
wurde, auf dem neben einem Kinderspielplatz ein Platz für
Eisstockschützen errichtet wurde.
In den späten 70-er und Anfang der 80-er Jahre wurden die
Aktivitäten des VVF durch Überalterung und Mitgliederschwund immer
mehr eingeschränkt, nur wenige Aktive hielten das Vereinsleben und
die Vereinstätigkeiten auf ein Minimum beschränkt, aufrecht.
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| 4. Periode 1985 – dato |
Durch eine Initiative des Bürgermeisters Josef Ramoser wurde 1985
ein Neustart des Verschönerungsvereines vorgenommen. Als
Obmann wurde Wilhelm Maria Lipp gewählt, der dem Verein
bis 1998 vorstand. Der Verein wurde in "Fremdenverkehrs-
und Verschönerungsverein Furth" (FVVF) umbenannt.
In den ersten Jahren seiner Leitung wurden viele neue aktive
Mitglieder geworben und neben den ursprünglichen Aufgaben wie
Wegepflege, Rabatte und Bänke wurden auch umfangreiche
Einzelprojekte und Aktionen umgesetzt. Mit dem Wiederaufleben des "Kathrinikränzchens"
und der Übernahme der Organisation des Faschingsumzuges wurde
ein wichtiger Beitrag zum Gesellschaftsleben in Furth geleistet.
Auch die Idee und das Konzept zur Veranstaltung "Furth kreativ",
wo Furthner Hobbykünstler Gelegenheit haben ihr Schaffen zu
präsentieren stammt von Willi Lipp.
Von 1998 bis 2001 war Margarete Kermer für die Leitung
des Vereines verantwortlich.
Ab 2001 übernahm Ing. Josef Teufner die Funktion des
Obmannes. |
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Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Furth bei Göttweig
fvvf@furth.at
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