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Geschichte von Furth | Rathaus | Der Avaturm | Geschichte der Blasiuskirche | Pfarrkirche Furth | Volks- und Hauptschule |
| :: Geschichte und Geographische Lage von Furth |
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Verkehrsgeographisch ist die Donau von großer Bedeutung, galt sie doch in römischer Zeit als Grenzfluss und ließ eine Kette von militärischen Anlagen entstehen, durch die eine Straße von Zwentendorf über Traismauer, Hollenburg nach Mautern (Favianis) führte. Der Name Furth kam dadurch zustande, dass die Fladnitz hier leicht passierbar war. Das Wort "Furt" bedeutet soviel wie Weg oder Fahrweg. Die erste Nennung des Ortes erfolgte um 1138 in der Göttweiger Gründungsurkunde. Bischof Altmann fand den Ort bereits vor. Palt wurde 1309 erstmals erwähnt. Der Name bedeutet soviel wie Feuchtraum (Mündung der Fladnitz in die Donau). Aigen ist nicht als Bauerndorf entstanden, sondern wurde als Siedlung von Handwerkern und Arbeitern etwa um 1300 gegründet. Steinaweg wird in den ältesten Göttweiger Besitzverzeichnissen noch nicht genannt (ca. 1302). Römer dürften diese Wegstrecke als steinreich empfunden haben, daher der Name. Oberfucha wurde 1251 gegründet und befand sich größtenteils im Besitz des bayrischen Stiftes Osterhofen. Später wurde der Ort eingetauscht. Kleinwien ist der älteste Ortsteil. Um 1140 gab es bereits Kirche, Nonnenkloster, Mühle und Wohnstätten. Vermutlich um 1200 wurde das Frauenkloster auf den Göttweiger Berg verlegt. Durch die Pfarre Göttweig, ganz genau durch die Kirche St. Blasien, führt der alte Zellerweg, das ist der Pilgerweg der Wallfahrer aus Böhmen, Mähren, dem Wald-und Weinviertel nach Mariazell. Im Pfarrbereich gibt es vier Zellerkreuze: Steinaweg, Kleinwien, Paudorf und Hörfarth. Das Steinmarterl beim Altmannibründl wurde 1621 - vielleicht von einem Pilger aus Tschechien gestiftet.
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| :: Unser Rathaus |
![]() Das Further Rathaus wurde am 2. Dezember 1898 unter Bürgermeister Rudolf Müllauer (1846-1922) geweiht. Das verdiente Gemeindeoberhaupt war im "Zivilberuf" Bäckermeister. Der Anlaß für den Bau des Rathauses war das fünfzigjährige Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Joseph I. Das Gebäude wurde von Alois Steininger errichtet, Maurermeister Alois Fink war für die Bauarbeiten verantwortlich. Die Planungsarbeiten wurden vom Stadtbaumeister von Krems, Josef Utz, durchgeführt. 1982 mußte das Rathuas generalsaniert werden, und am 27. Mai 1983 konnte es in neuem Glanz der Bevölkerung präsentiert werden. Das zweite Büro, das heute im Rathaus zu finden ist, war früher das Postamt. Im 1. Stock befindet sich der Sitzungssaal, der im Laufe der Zeit vergrößert wurde. Die Wohnungen, die es früher einmal hier gab, wurden nicht mehr vermietet.
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| :: Der Avaturm |
![]() Frau Ava, die erste deutschsprachige Dichterin, soll im so genannten Avaturm gelebt haben. Sie war vermutlich die Mutter des Abtes Hartmann. Auf den Abt gehen das Nonnenkloster und Blasiuskirche zurück. Es gilt als wahrscheinlich, dass Frau Ava als Einsiedlerin neben dem Nonnenkloster gelebt hat. Ihre Dichtung war für Angehörige der höheren Stände, den Adel und den Klerus, bestimmt. Die Dichterin ist 1127 gestorben. Der Avaturm war ab 1530 im Besitz des Stiftes Göttweig und diente über lange Zeit hinweg als Wohnung für den Totengräber des Pfarrfriedhofs. Seit 1983 ist der Turm Privateigentum der Familie Hladeij. |
| :: Geschichte der Blasiuskirche - Wanderte Göttweig ? |
![]() Im Jahr 1094 kamen Mönche von St. Blasien im Schwarzwald nach Göttweig und wandelten
das 11 Jahre zuvor gegründete Chorherrenstift in eine
Benediktinerabtei um. In Erinnerung
an die alte Heimat der Mönche dürfte sehr bald - etwa um 1130 - in der Nähe der
Klostermühle und der Bäckerei eine Kirche entstanden sein. Zwei Sagen behaupten, der Waxenberg sei ursprünglich vom Hl. Altmann als Klosterberg
vorgesehen gewesen: In der zweiten Sage wird erzählt, dass das Stift schon seit einiger Zeit auf dem Waxenberg gestanden sei. Doch den Mönchen war der Nachbarberg lieber. Ihre Gebete wurden erhört. Eines Nachts trugen Engel das Gebäude mitsamt den Bewohnern auf den Göttweiger Berg, und auf dem Waxenberg war keine Spur von Mauern mehr zu sehen.
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| :: Pfarrhof Furth |
Der Pfarrhof wurde 1739 von Abt Gottfried von Bessel gekauft.Er ließ ihn von Grund auf renovieren. Zunächst wurde der Pfarrhof als Lesehof genutzt. Der Hof findet erst seit 1784 als Pfarrhof Verwendung.
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| :: Pfarrkirche Furth |
Die Pfarrkirche Furth wurde 1494 durch die
Sebastianibruderschaft ins Leben gerufen und dem heiligen Wolfgang geweiht.Furth wurde 1784 zusammen mit Aigen und Palt als selbstständige Pfarre aus der Mutterpfarre Mautern ausgegliedert. Damals gab es die ersten Änderungen im Inneren der Kirche. Diese Änderungsphase dauerte bis 1920. Die Besonderheit der Kirche sind die beiden Straßendurchführungen. Der dominierende Turm an der Südseite der Kirche mit der barocken Zwiebel zeigt Ähnlichkeit mit den Göttweiger Stiftsecktürmen. Barockbaumeister Johann Lukas von Hildebrandt entwarf den Turm nach einem Blitzschlag im Zusammenhang mit den Göttweiger Stiftsplänen. Das barocke Stiftsgebäude wurde nach Plänen von ihm erbaut, nachdem das alte Kloster durch einen Brand 1718 zerstört worden war. Die gemalten Wappen stellen die des Stiftes und des Abtes Sebastian Eder Abbas Göttwicensis dar. Die Jahreszahl 1670 weist auf die große Umgestaltung des Gotteshauses im Barockstil hin, aber erst 1719 wurde der Turm von Hildebrandt entworfen. In diesem Jahr begann auch der Wiederaufbau des Stiftes unter Abt Gottfried von Bessel. Die Innenausstattung der Kirche ist stilistisch uneinheitlich. Es dominieren heute die Ausstellungsstücke aus der Zeit um 1800. Der Kirchenpatron ist der heilige Wolfgang, der Nebenpatron ist der heilige Sebastian. Der vierzehnszenige Kreuzweg in Öl geht auf die Zeit vor 1820 zurück. Der Maler war Leopold Mitterhofer. Die derzeitige Orgel stammt aus dem Jahre 1971 und wurde von Gregor Radetzky erbaut.
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| :: Volksschule und Hauptschule Furth |
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Erstmals wird 1579 ein Schulmeister erwähnt. Um 1720 befand sich das Schulzimmer im ersten Stock des Gemeindehauses. 1723 wird unter Abt Bessel die Volksschule von Furth nach Göttweig verlegt. Eine Episode aus dieser Zeit, die auch im Heimatbuch nachgelesen werden kann, berichtet
Lehrer Penka aus Mähren: Das Stift versuchte daraufhin zu vermitteln. Aus Rücksicht auf seine Familie entließ es den Lehrer aber nicht. Die Unzufriedenheit der Leute war aber so groß, dass das Stift dem Schulmeister eine Pension in Aussicht stellte, wenn er freiwillig sein Amt aufgeben würde. Im Juli 1808 beging der Lehrer Selbstmord in der Donau. Im Oktober 1989 wurde die umgebaute
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