Dorfentwicklungsprojekt geht erfolgreich zu Ende! Architekturwettbewerb entschieden: so schaut unsere Dorfmitte-Zukunft aus!

An drei intensiven Tagen fand im November 2019 die Ideenwerkstatt unter dem Motto „Furth MIT Göttweig“ statt. Dabei wurden gemeinsam mit den BürgerInnen von Furth bei Göttweig Ideen für die Ortsmitte erarbeitet. Unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit entstand so eine gemeinsame Vision für ein lebendiges Ortszentrum. Die Sanierung und Erweiterung der Volksschule, die Transformation des historischen Meierhofs zu einem Gemeinschaftszentrum für die BürgerInnen von Furth, attraktive Freiräume, die Entwicklung eines Wohnbaus am Areal des Kelleramtes und eine gute Verbindung in alle Ortsteile sind die zentralen Bausteine der erarbeiteten Vision. Basierend darauf wurde unter Einbindung zahlreicher StakeholderInnen und ExpertInnen ein Masterplan erarbeitet. Dieser schärft die gemeinsame Vision aus der Ideenwerkstatt und klärte offene Fragen, zu konkreten Anforderungen, rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen und Machbarkeiten.

2022 wurde auf dieser Grundlage ein offener, zweistufiger Architekturwettbewerb ausgelobt, um die besten Lösungen für die Gestaltung des Projektgebiets zu finden. In der ersten Stufe wurden aus 15 Beiträgen fünf Beiträge für die weitere Stufe ausgewählt. Aus diesen anonymisierten Wettbewerbsbeiträgen wählte eine unabhängige Jury am Ende des Architekturwettwerbs zwei GewinnerInnenteams.

Die Arge aus Arge Caspar Wichert Architektur ZT GmbH und OSNAP Open South North Architecture Practice ZT GmbH wird gemeinsam mit rajek barosch landschaftsarchitektur die Volksschule, den Kirchenplatz sowie den Kulturstadl umsetzen. Ruderstaller Architektur ZT GmbH und DI Jakob Fina Garten- und Landschaftsarchitekt sind die GewinnerInnen für den Meierhof, den neuen Wohnbau im Bereich des Kelleramts sowie die Gestaltung der angrenzenden Freiräume.

Was wird sich verändern? Das Ergebnis des Wettbewerbs in aller Kürze

Der Kirchenplatz erfährt als zukünftiger Schulvorplatz und Hauptzugang der Volksschule und Bibliothek auch eine gestalterische Aufwertung und wird verkehrsberuhigt.

Die historischen Gebäude der Volksschule werden für eine zeitgemäße Pädagogik adaptiert und saniert. Die Zubauten aus dem 20. Jahrhundert sowie das alte hofseitige Stiegenhaus werden entfernt. Als Verbindung der bestehenden Gebäude mit dem Kulturstadl und dem Turnsaal wird eine Spange errichtet. Diese bietet Platz für offene Lernlandschaften sowie zusätzliche Klassenräume. In den oberen Geschossen werden zudem Freibereiche für Freiklassen errichtet. Durch einen zusätzlichen Eingang beim Meierhof können auch dessen Freiflächen zukünftig von den SchülerInnen genutzt werden.

Auch der Meierhof erfährt eine umfangreiche Sanierung: Es werden Flächen für gemeinschaftliche Nutzungen, Veranstaltungen, aber auch Platz für Gastronomie geschaffen. Ergänzt wird dieser Mix durch Gästeapartments, die bestehenden Wohnungen im ersten Geschoss des historischen Wohngebäudes (Richtung Brücke) werden saniert sowie eine weitere Wohneinheit im Dachgeschoss geschaffen. Nach Westen hin wird der Meierhof künftig durch eine Loggia gefasst, die zugleich auch eine Sichtbeziehung zu einem neu entstehenden kleinen Platz hinter der Kirche bietet.

Der neu geschaffene Wohnbau im Bereich des Kelleramts besteht aus fünf Flügeln die in ihrer Höhe Richtung Weingärten gestaffelt sind. Er soll mit unterschiedlichen Grundrissen Wohnmöglichkeiten für Jung und Alt bieten. Die Wohnungen werden über einen Laubengang erschlossen, wodurch sie querlüftbar sind, zudem besteht die Option Wohnungen zu koppeln, um größeren Wohnraum zu schaffen. Alle Wohnungen bieten Freiflächen – entweder Terrasse und Gartenzugang oder Balkone/Loggien. Zudem gibt es eine gemeinschaftliche Grünfläche in der Mitte der Flügel, welche den BewohnerInnen Ruhe und Kühle verschaffen soll.
Die Realisierung des Wohnbauprojekts mit rund 40 Wohneinheiten übernimmt der Wohnbauträger EGW (Erste Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH, NÖ).

Nun startet der gemeinsame Planungsprozess, in dem die Wettbewerbsentwürfe der beiden GewinnerInnenteams zusammengeführt, überarbeitet und abgestimmt werden. Anschließend beginnt die Planungsphase mit Entwurfsplanung, Einreichplanung, Ausführungs- und Detailplanung sowie der Vergabe der Bauleistungen. Mit Anfang 2025 ist der Start des Umbaus der Ortsmitte geplant, mit spätestens 2027 die Eröffnung des
neuen gemeinsamen Dorfzentrums.

Hier auf der Projekthomepage, finden Sie die Ergebnisse des Architekturwettbewerbes!

 

 

Masterplan „Furth MIT Göttweig“, für ein neues Ortszentrum!
Nach vielen Monaten intensiver Arbeit und vielen Gesprächen wurde der finale Masterplan den Mitgliedern des Further Gemeinderates mit Bürgermeisterin Gudrun Berger und des Stiftkonvents mit Abt Columban sowie dem Wirtschaftsdirektor Mag. Gerhard Grabner präsentiert. Jetzt wollen wir auch alle GemeindebürgerInnen über ihr Ergebnis informieren, das Ergebnis, das auf Basis der Ideenwerkstatt unter reger Beteiligung der Bevölkerung aus allen Katastralgemeinden zustande kam.

Bevor mit der ersten Stufe des internationalen Architekturwettbewerbs mit städtebaulichem Schwerpunkt gestartet werden kann, geht es v.a. darum, die finanziellen Mittel für die Großprojekte Volksschulsanierung und -ausbau, Gemeinschafts- und Kulturareal, Dorfwirtshaus und Wohnbau aufzustellen und Partner zu suchen.

Hier ein kleiner Auszug aus der Ergebnisdarstellung, eine Grafik die in der Plakatpräsentation mit vielen Zusatzinformationen bereichert ist.

Ergebnisse:
Hier finden Sie die Präsentation der Wettbewerbsergebnisse! 
Hier finden Sie die Präsentation der Ideen! 
Hier finden Sie nun das Protokoll der Ideenwerkstatt!
Hier geht es zum Masterplan!

Hier geht es zur Projektwebseite!